Sonntag, 26. Februar 2012

Das Leben ist das..

..was passiert während du andere Dinge planst.

Hahah ja klar, Liebe! xD höm.. okay, aber mal ehrlich - was war das noch gleich?..
Irgendwie scheint sie manchen ja gegeben zu sein - anderen wiederum nicht.
Konsistenz: Ihre Konsistenz scheint sich zwischen einem Spektrum von stahlhart, über zäh-klebrig, bis zu verdünnisiert-verdampfend zu bewegen - oder tut zumindest alles, außer eine einheitliche Beschaffenheit aufzuweisen.
Dauer: Es soll doch wahrhaftig die Liebe für immer geben..weshalb nur zeichnet es mir dann bei diesem Gedanken ein dickes, hämisches Grinsen in´s Gesicht? Ach richtig, für immer ist eben doch schon eine verdammt lange Zeit! Vor allem dann, wenn es das Gefühl von DER Zuneigung bisher noch nie geschafft hat, den Zeitrahmen von ein paar Tagen bis Wochen zu sprengen.
Nebenwirkungen: Mir Unbekannt. Man kann schließlich nicht über etwas urteilen, das man bisher noch nicht erlebt hat. Liebe? ist das eine Krankheit? Ansteckend scheint sie ja nicht gerade zu sein. Wobei ich mir bei den Schmetterlingen im Bauch noch nicht ganz sicher bin, ob man diese nun auf die Liste der Krankheiten setzen sollte oder nicht, da Würmer im Magen schließlich auch mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, medizinisch behandelt werden sollten.
Besonderheiten: Über diese kann ich ausschließlich spekulieren, da ich bisher von meinem Leben noch keine rosarote Brille verpasst bekommen habe. Die Weisheit "Hass endet dort, wo Liebe anfängt" ist wohl als eine Besonderheit anzusehen, allerdings eher weniger auf die Liebe von welcher hier die Rede ist, zu übertragen.

Bibel: 1. Korinther 13, 4-7

Wikipedia: Liebe ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht.

Faszinierend hierbei, der letzte Satz. Ein mir altbekannter Satz, den ich immer mal wieder von mir selbst, mit vollem Schwung, an den Kopf geknallt bekomme. Man kann in seinem Leben so viele Definitionen über das Wort "Liebe" lesen, nachschlagen, googeln etc. wie man möchte - solange man sie nicht selbst erlebt hat, kann man dessen Bedeutung nicht begreifen und wird nie genau wissen, was das eigentlich ist. Versuche einmal einem Autisten zu erklären, was Gefühle sind und du hast in etwa das selbe Ergebnis.


und übrigens:
Liebe ist viel mehr als nur ein "ich liebe dich" ist viel höher und viel reiner und so verschwenderisch, denn sie denkt nicht an sich selbst und will niemals profitieren, Liebe sorgt sich um den andern nimmt in kauf auch zu verlieren
(unbekannter Titel; unbekannter Interpret)..wie passend zur Situation;-)


Lyric:
So What?

Verse1:
May I ask
For the sense of this relation
For the rules
And all the blatant lies.
We are here
facing the situation
Staring at the facts
We both despise.

In that way that we use to say things we don´t mean as we hear
Their sound

Or emotions that we’d like to hide ‘cause it´s easier to seal
the wound

Chorus:
So what
Would you think
So what
Would you do
So what
It won´t break the wall we talk to

what
Would you tell me
what
Would you do
And what
would be if you knew
- myself

Verse2:
Did you note
That our way changed direction
Long ago
We missed to see the signs.
Now we feel
That our initial affection
Displaced the truth
And created boundary lines.

I don´t trust when you promise that my feelings will grow fonder
for you.

And I´ve already told you my way that you already saw
and knew.

Chorus:
So what
Would you think
So what
Would you do
So what
It won´t break the wall we talk to

what
Would you tell me
what
Would you do
And what
would be if you knew
- myself

Bridge:
And the one behind the curtains
Made of insecurity and fear
Could you cut the cord of distance
And my second life of  here

So what
So what

Chorus:
So what
Would you think
So what
Would you do
So what
It won´t break the wall we talk to

what
Would you tell me
what
Would you do
And what
would be if you knew
- myself        

Myself

So what?
Bosse - 3 Millionen

Sonntag, 19. Februar 2012

Wahre Freunde..

..legen sich neben dich, wenn du am Boden liegst.


Wahre Freunde setzen sich neben dich ans Bett, halten tröstend deine Hand und reden dir besänftigend zu, während du dich leise in den Schlaf weinst.
Wie kann eine solche Freundschaft zugrunde gehen? 



und übrigens: 
 Ein falsches Spiel zur falschen Zeit -
Ja, so schnell kann´s passieren,
dass sich die besten Freunde aus den Augen verlieren.
Die alten Tage gibt´s nicht mehr,
nur diesen letzten Gruß von mir.
Müssen Brüder einsam sterben –
Oder worum geht es hier? 
(Massendefekt – Wir wollten die Welt verändern)


Lyric:
Zu Zweit

Verse 1:
Nicht noch einmal werden wir,
du und ich die selben Fehler begehn
lass aufhören was vorzuspieln
ewig die gleiche Richtung zu sehn.
Komm schon,
wir brauchen keine Märchen zu erzähln,
keiner  trägt Schuld daran,
es sind einfach die Tage die fehln
Es sind die kleinen Momente,
die schönen, die wirklich zähln,
selbst wenn du dich blind stellst,
du kannst sie nicht verfehln.

Refrain:
Weshalb kann man die Zeit nicht einfach zurück drehn?
Lass uns zusammen noch einmal die Zeit vorbei gehen sehn.
Los, gib mir deine Hand
Dann sind wir zu zweit,
denn es heißt: wir zwei zusammen
zu allem bereit.

Verse 2:
Nie hätt ich gedacht, 
dass zerbricht, was zwischen uns war
hätt nie gedacht, nie geglaubt,
niemals erträumt sogar
Ist es nicht seltsam,
wie schnell Welten umschlagen können?
So schnell vorbei,
wer kann sich den Moment noch gönnen?
Die ganze Freude über was.
Verschwunden. Weg. Bedeutungslos.
Versuchst zu retten was zerrissen bleibt
Stürzt dich ins Chaos, ohne Plan, erfolglos.

Verse 3:
Du suchst nach nie da gewesenen Momenten
Willst zusammen flicken,
eins machen,
aus zwei verschiedenen Kontinenten.
Eine fehlende Verbindung
so dünn, ein reißender Faden
hier besteht er,
Verwirrung, Nebelschwaden und Blockaden
Machen sich breit,
weichen nicht mehr, aus unseren Köpfen
können wir es wagen,
nach Hoffnung zu schöpfen?

Refrain:
Weshalb kann man die Zeit nicht einfach zurück drehn?
Lass uns zusammen noch einmal die Zeit vorbei gehen sehn.
Los, gib mir deine Hand
Dann sind wir zu zweit,
denn es heißt: wir zwei zusammen
und zu allem bereit.

Verse 4:
Zweifel und Ängste machen sich breit,
in Fesseln gefangen, einsatzbereit,
bereit auszubrechen,
den Platz einzunehmen
Mut zu verstecken,
Panik hervor zu heben.
Vage Erinnerungen,
kaum noch vorhanden,
Geschichten, Erzählungen die aus Lücken bestanden
abhanden gekommen mit der Zeit,
tausend Stimmen in meinem Kopf
eine einzige, die um Aufmerksamkeit schreit:

zu zweit,
zu allem bereit!
zu zweit,
von allen Fesseln befreit!
zu zweit,
für alle Zeit!
zu zweit,
wir zwei, wir zwei
oder die Freiheit!

Blackmail - Never Forever

Sonntag, 15. Januar 2012

weil..

..ich dich vermisse.

Soll ich weinen, weil ich trauere
oder lachen, damit du stolz bist?
"Junge Damen weinen nicht."
Die Nachricht kam plötzlich.
Einen unvollendeten Brief fand man in der Schreibmaschine, addressiert an deine Enkelin.
Gefühlt, einen Stein, der das kleine Herz ersetzte und innen heraus an die kindliche Brust drückte.
War es Wille?
War es Unglück?
Bist du glücklich dort wo du bist?
"Er hat sich in Gottes Hände fallenlassen"
aufgefangen, hinterließen einen leeren Körper am felsigen Grund. Die selben gütigen Hände wie die deinen.
Wenn du herab schaust, lächels du?
Du hörst.
Bist du stolz?
Es sind deine Hände, die sich schützend über das Leben legen.
Es sind deine Hände, die die Schritte sicher durch das Leben tragen
und es sind deine Hände, die vor demselben Schicksal behüten werden.

Du befindest dich in einem Spiel
dessen Regeln du nicht kennst
die du nun befolgen musst

Du stehst vor dieser Welt
unfähig, ein Wort zu sagen
was bleibt noch zu sagen?
wenn deine Worte im Rauschen des Meeres untergehen
verloren gehen
einsam
im Echo der Zeit
verschwinden

Dein Herz von Selbstzweifel erfüllt
eine Träne der Verzweiflung
unbemerkt, versiegt

Dein Selbst aufgegeben
eine schwarze Gestalt im wehenden Sand
umhüllt, verschleiert, gebrochen

Deine Träume verloren
tiefste leere der Nacht
dunkel, verborgen
leise schreiend
am Boden liegend
leise fragend
Warum?


Ich hoffe, 
es war nicht deine Entscheidung
manchmal wissen wir nicht, was wir tun
und wenn doch
dann hoffe ich, 
dass es das Richtige war für dich
und dass es dir dort, 
wo immer du gerade bist
gut geht 
und du glücklich bist,
alles Gute

und übrigens:
Weine nicht, weil es vorbei ist - sondern lache, weil es so schön war.
 (Gabriel García Márquez)


Lyric:
To heaven

Verse 1:
I don´t wanna go to heaven
while I know you´re still on earth
I will never learn the lesson
do you think that it is worth?

Chorus:
Could we stand the lie
in the sense of mind
but it´s not my own issue
I would count the time
untill I know you´re there
and someday I´ll follow you..
..to heaven

Verse 2:
At least the ambiance was silent
together live ´nd together die
eternity is just a moment
only a breath which makes us fly

Chorus:
Could we stand the lie
in the sense of mind
but it´s not my own issue

I would count the time
untill I know you´re there
and someday I´ll follow you..

Outro:
to heaven
where the sky is near
to heaven
livin´without fear

when the truth appears to the publicity
the world to injustice finally disagree

to heaven
where the sky is near
to heaven
livin´without fear

when are you going to wake up, from your dream
everyday it is the same but never does it seem

to heaven

Rammstein - Ohne Dich

Freitag, 6. Januar 2012

Gewalt hört da auf...

...wo Liebe beginnt.


Und da sitzt es nun das Mädchen, weinend vor ihrem Vater. „Hör sofort auf zu weinen, sonst gibt’s gleich noch eine!“.  Es versucht krampfhaft ihr Schluchzen zu unterdrücken und die Tränen zurück zu halten. Nur mag ihr dies mit ihren 5 Jahren noch nicht ganz gelingen. Angsterfüllte Augen schauen herauf zu dem Mann, der ihr gegenüber steht und ihr mit erhobener Hand droht. Die kleinen Arme fest vors Gesicht gepresst sitzt sie wie erstarrt da, erschrocken über die plötzlich aufkommende Hitze, die durch ihre Wangen schießt. Ihre Schultern fangen an zu beben, heben sich im Rhythmus ihres stoßartigen Atems, welcher verrät, was im nächsten Moment gleich wieder ausbrechen wird. Nur nicht weinen, nur nicht weinen!


und übrigens:
Gewalt ist Analphabetentum der Seele.
(Zitat: Rita Süssmuth)


Lyric:
Leise, Leise

Strophe1:
Still, bleib sitzen auf der Liege
Strafen muss der alte Herr
schnell den Arm von deinen Wangen
gehorche,  setz dich nicht zur Wehr

weinend bleibt das blasse Kindlein
Augen auf, die Angst so groß
Wartend auf seine Vergeltung
Wissend, denn das Spiel geht los

Chorus:
Leise, Leise
Kleines Mädchen
Keiner soll dich schreien hörn
Stören dich auch diese Hände
Weißt du doch, wem sie gehörn

Strophe2:
Und das wilde Trommelfeuer
Schlägt sich weiter durch die Stirn
Weiter, weiter keine Gnade
Dienst du doch nur deinem Herrn

Haut auf Haut, spürbar die Nähe
Rot färbt sich das Kindsgesicht
Spricht in seiner Farbe für sich
Bis es aus dem Körper bricht

Chorus:
Leise, Leise
Kleines Mädchen
Keiner soll dich schreien hörn
Stören dich auch diese Hände
Weißt du doch, wem sie gehörn

Strophe3:
Zarte Wangen, kalte Wunden
Bleibt dir die Geschichte treu
Was geschehen, Jahre später
Siehst du diese Bilder neu

Schlag auf Schlag spürst du sie wieder
In der Nacht auf deiner Haut
Gebe lebe, die Vergeltung
Werden die Gedanken laut

Outro:
Und sie fließen aus der Seele
Fliehen einsam nun heraus
Sammeln sich in ihrem Herzen
Formen einen Fels daraus

Leise, Leise
Großes Mädchen
Sei dir deiner Tat bewusst
Die Vergeltung mit den Händen
Sticht das Messer – in die Brust

 Rise Against - The Good Left Undone



Dienstag, 3. Januar 2012

if you wanna see something beautiful...

...then close your eyes.

Was erlebten Mütter, die ihre eigenen Kinder fortgeben?
Was musste ein Mensch erfahren, der hinausgeht und jemandem ein Messer in die Brust rammt?
Was fühlten Jugendliche, die auf der Straße fremde Menschen zu Boden schlagen?
Was ließ ein Kind über sich ergehen, das eine Waffe mit in die Schule nimmt, um damit auf seine Mitschüler zu schießen?
Was lernte ein Gläubiger sein Leben lang, der aus Überzeugung beschließt, ein blutiges Attentat zu begehen?

Engstirnigkeit hilft hier nicht weiter, meine Lieben. Kriecht aus euren Schubladen der Gedankenablagerung heraus und versucht zu verstehen, dass manche Wege - so unergründbar sie auch scheinen mögen - in ihren Entscheidungen durchaus begründbar sind.

(Der folgende Text ist ein kurzer Auszug einer Lebensgeschichte und wurde von derselben Person geschrieben, von welcher "Feuerwerk" unter anderem handelt.)

Ein Tag wie jeder andere. (??)

Ich stehe auf, der erste Gang wie jeden Morgen erstmal vor den Spiegel. Ich blicke in gefühlsleere Augen und frage mich wie jeden Morgen, wieso ich nicht einfach mit allem aufhören kann und so Leben kann, wie alle anderen normalen Menschen. Diesen Gedanke verdränge ich gleich wieder, bloß nicht so werden wie alle, ich bin gut so wie ich bin. Zurück im Zimmer streife ich mir die Jogginghose vom Vortag über und gehe hinunter zum Frühstück. Wie immer sitzen alle anderen schon da und fressen stur in sich rein, ohne Rücksicht auf Verluste. Wie jeden Morgen schmatzt mein Stuhlnachbar in mein Ohr und ich fühle schon wieder diese pure Aggression in mir aufsteigen. „Jetzt nur nicht ausrasten, solange ein Betreuer da ist, sonst ist dein Tag wieder gelaufen, halt dich zurück bis er weg ist“ denke ich mir und beuge mich tief über meine Müslischale.  Das schmatzen wird lauter, ich genieße schon wieder den Gedanken daran, wie ich ihn gleich mit der Stirn auf seinen Teller knalle, wie jeden Morgen, damit er es irgendwann mal kapiert dass ich ihn hasse. Endlich, der Betreuer ist fertig und geht raus. Ich hebe meinen Kopf von meinem Müsli und schaue meinen Nachbar an, purer Hass steht in meine Augen. „Wolltest du nicht mit schmatzen aufhören?“  „Fick dich“ sagt er nur. Ein unverdrängbares Gefühl der Aggression drängt sich in mir auf, ich packe seinen Kopf und schlage ihn ein – zwei – dreimal auf den Tisch aus Massivholz und zische ganz leise „habe ich dir nicht gestern schon erklärt dass du dich benehmen sollst?“ Tränen in seinen Augen, ganz kurz ein Anflug von Mitleid in mir, schnell verdrängen, jetzt bloß nicht vor allen schwach machen. „Kein Wort zum Betreuer, sonst mach ich dich kalt“ – ich stehe auf,lache,  strecke mich zufrieden und räume meinen Teller weg. Ein Gefühl von Macht kommt in mir auf, - mir kann eh keiner was.

und übrigens:

Für diese heile Welt die nicht mehr meine ist
Geh nicht vorbei, schau nicht weg, stell dir vor
Du bist ich
Und kommst allein nicht mehr hier raus 
(Luxuslärm - Schrei so laut ich kann)



Lyric:
Feuerwerk

Strophe1:
Wo dein Leben noch leuchtet
zwischen Neon und Rot
wo die Glut sich verneigt
zwischen Leben und Tod
nimmt das eigentlich tödliche
nicht die Sehnsucht in´s Visier
oder die Sehnsucht nach dem Feuer
nach dem Feuer in dir
denn unsre Schatten wissen mehr
als unsre Münder es tun
und während Fäuste noch sprechen 
bleiben die Augen doch stumm
während warmes Blut rinnt
bleiben die Wangen doch kalt
denn Tränen fließen aus der Seele
fliehen vor der Gewalt.

Refrain:
Wohin die Klinge auch springt,
sie trifft, wirft dich zu Boden
so angezogen vom Asphalt
liegst du dort, blickst nach Oben
bis du aufwachst, nur die Augen
nur das Blut als Vermerk
und trotzdem leuchten diese Augen
wie ein - Feuerwerk!

Strophe2:
Du willst es nicht erklärn´
was wär wenn alles verging
Vergangenes im Zeichen ständ
Leichen im Keller verziehn´
wären die Blätter aus Gold?
in unsre Alben verpackt
unter Staub abgelegen
in Särge gepackt?
Wo die Narben noch brennen
sinken Träume in´s Meer
leer, ausgebrannt und fertig
gewogen und schwer
liegst du erfrierend am Ende
schwarz auf weiß angesichts
denn niemand schenkt dir die Farbe
nur ein Mantel aus Nichts.

Refrain:
Wohin die Klinge auch springt
sie trifft, wirft dich zu Boden
so angezogen vom Asphalt
liegst du dort, blickst nach Oben
bis du aufwachst, nur die Augen
nur das Blut als Vermerk
und trotzdem leuchten deine Augen
wie ein - Feuerwerk!

Strophe3:
Und wieder spürst du die Funken
rohes Feuer in dir
die Gier tobend und wütend
wie im Früher - im Hier
das Metall in den Knochen
eingewachsen in Fleisch
zerreißt jedes Gefühl
auch das Gefühl nach dem Preis
die Barrieren aus Fesseln
Blockaden aus Wut
lassen den Mut schnell versiegen
was dir bleibt ist die Glut
die sich im Sturm verbreitet
auf´s Neue entfacht
was schon verborgen lag
und nun wieder aufbricht in der Nacht.

Outro:
Leg deine Hände nieder
Sag, frag um Erlösung
die, die dich leiden sehn
in deiner eignen Verwesung

Leg deine Waffen nieder
nie wieder fließendes Rot
nie wieder Betteln um Leben
nie mehr Gewalt
nie mehr Tod

Bullet for my Valentine - Beggin for Mercy

Freitag, 23. Dezember 2011

Lebe im Heute..

..denn unsere Zukunft ist Morgen schon Vergangenheit.

Da begegnet man jemandem. Man erfährt etwas über diesen Jemand. Dieser Jemand weiß eine Geschichte zu erzählen. Man begegnet diesem Jemand zum zweiten Mal. Und plötzlich fangen seine Geschichten an zu leben, Gestalt anzunehmen, sich selbst zu veranschaulichen und Sinn zu ergeben. Und plötzlich umgreift einen diese Geschichte des Jemandes, mit ihren Armen aus schwarzer Farbe, wächst und zieht einen absencen-gleich in seinen Bann. Und plötzlich wird einem bewusst, dass es nicht dieser Jemand selbst war, von welchem die Worte seiner Erzählungen stammten.
 
und übrigens:
Finger weg von meiner Seifenblase!


 Lyric:
Maskenmann
Strophe1:
Weil genau Du diese Zeilen liest
und siehst wie der Text
in Buchstaben verschwimmt
mit Fragen auf deine Welt schießt
verschiebst du deine Ruine
geblieben in Schwarz
eingelebt in Routine
tattoowiert in dein Herz.
Weil genau deine Geschichte
hier zum Tränenreich wird
und einen See mit Salz füllt
verwirrt aufgibt und stirbt
ist es die Nadel, die mit Tinte
Veränderung bringt -
springt über die Haut
in deinen Körper eindringt,
singend mit einem Grinsen
wie eine Faust in´s Gesicht
bricht auf was du versteckst
springt aus dem Schatten und spricht.

Strophe2:
Blutige Zeichen der Hoffnung
stumme Schreie, "warum"
ein Name aus dem Vergang´nen
als eine - Erinnerung
bohren sich tief in die Steine
deine Mauern aus Hass
dass alles Leben fahl wird
verwelkt und erblasst
sogar die Maske die du trägst
lässt keine Augen mehr sehn
lässt weiße Fahnen im Wind
wehend untergehn´
ein schwarzes Muster aus Träumen
vernetzt Neues, es heißt
Vergangenes aufzuräumen
damit der Geist nicht verwaist.
Siehst du die Scherben am Boden
wie sie verbergen - was bleibt
befreit liegen sie schweigend
leidend in deiner Zeit.

Strophe3:
Angekommen im Leben
geben Träume doch nach
trauern dem hinterher
brechen einsam und schwach
was dir Menschen nicht geben
legen dir Schatten in´s Grab
die Schatten der, die dir nie
eine helfende Hand gaben.
Wenn du dich umdrehst,
was siehst du
fliehst du vor deiner eignen Spur
siehst du Geschichten aus Kohle
oder als Karikatur
Stur hältst du fest
presst deinen Schuh in den Dreck
willst weg von der Gosse
hältst deine Worte verdeckt
du willst vergessen, wer du bist
wer du warst, was du kennst
nur
wie soll dein Leben dich finden
wenn du vor ihm weg rennst?

Refrain:
In der Hand eine Nadel
erzählt was du nicht sagen kannst
malt die Geschichte des Lebens
malt Geschichten von Angst
schwarze Muster die zeigen
warum dein Herz noch schlägt
schwebt dort in der Brust
es schreit heraus - weil es lebt.
Celvo - Meine Welt

Dienstag, 6. Dezember 2011

Kommt meine Schäfchen...

...los kommt!

Ich lauschte meinem Bauch, der mir hungrig ein Gute Nacht Lied vorjammerte, während ich mich schlaflos im Bett herumwälzte und versuchte, die wattebauschigen Wollekugeln alias  Schäfchen einzuzäunen, die in ihrem ausgeprägt jugendlichen Übermut freudig jauchzend auf meiner Traumwiese herumtollten und jeden aufkommenden Traum zärtlich in Grund und Boden zurück trampelten. 
Frage: Was zählen Schafe, wenn sie einschlafen wollen?

Passend hierzu, kam ich in den Genuss, dem liebreizenden Gesang einer von Blutdurst angetriebenen Fliege zu lauschen, welche ihre musikalische Darbietung – ihrem Enthusiasmus nach zu urteilen - wohl nicht allzuschnell zu beenden gedachte. Ihre Vorstellung erhielt jedoch eine dramatische Wendung in ihrem Verlauf, als ich schweren Herzens beschloss, die Verpackung meines wohlig warmen Schlafgemaches zu verlassen und mit einem seit Wochen ungeöffneten Brief einer Bankfiliale - welcher wohl bereits anfing, sich in einem Akt der Verwesung, in seine biologischen Einzelbestandteile zu zersetzen - ein grausames Ende zu bereiten.

Gut, das Nirwana ist für mich nun wohl Geschichte.

Das änderte aber auch nichts an der Tatsache, dass ich mich, seit sich mein in Stricksocken verpackter Fuß, in Richtung Bett begeben hatte, vom einen bis zum anderen Bettende hoch und runter schob, mit dem letzten Rest an Hoffnung, in selbiger Nacht tatsächlich und letztendlich doch noch in das Land der Träume abtauchen zu dürfen.
Aber nein, das Kopfkino bleibt an und sendet kreativ Bilder und Melodien, welche sich mit doppellagigem Panzertape an meine Gehirnrinde festklebten, das Kissen verformt sich heimtückisch und ist zu hoch, die Matratze rächt sich nach all den Jahren und lässt mich bis zum Fußboden durchhängen, die Beine signalisieren zitternd, dass ihnen zu kalt sei...und oh wie schön ist es, morgens um 5Uhr früh vom Gesang der Vögel vor dem Fenster geweckt zu werden, wenn man zwar bis dahin noch keinen Schlaf gefunden hat, jedoch nun klar und deutlich weiß: Guten Morgen liebe Welt, du kannst mich mal!

und übrigens:
Im richtigen Moment die falschen Worte finden, super.

Lyric:
Überhaupt Sinnvoll

Vers1:
Ich spiele, die halbe Nacht durch
nur für, dieses eine Lied
die Welt, um mich herum ist ruhig
doch ich hör nicht auf, bis ich weiß wie es geht

Ich suche, die passenden Töne
die beschreiben, was ich nicht sagen kann
Schatten, bilden meine Bühne
ich bleibe hier, bis irgendwann

Refrain:
Ich seh die Lichter, dort am Straßenrand
und frag mich wie lang ich noch gehn soll
braucht die Zeit noch etwas Abstand
und ist es überhaupt sinnvoll
Vers2:
Fragen, die mir in den Sinn komm´
die zu schwer sind, zu formuliern
verwirren, machen mich benommen
kämpfen um zu bleiben, sich wieder verliern

Bilder, die sich mir aufdrängen
konstruieren, und erfinden sich neu
die Wahrheit, in den Hintergrund drängen
Realität, ganz nebenbei

Refrain:
Ich seh die Lichter, dort am Straßenrand
und frag mich wie lang ich noch gehn soll
braucht die Zeit noch etwas Abstand
und ist es überhaupt 
überhaupt

Bridge:
Was es ist
was es will
nicht vergisst
es bleibt still
was das eigentlich soll
und ist das überhaupt
überhaupt - sinnvoll

Refrain:
Ich seh die Lichter, dort am Straßenrand
und frag mich wohin ich noch gehn soll
hat die Zeit, nicht genug Abstand
und ist es trotzdem..überhaupt..sinnvoll

Philipp Poisel - Durch die Nacht