Donnerstag, 9. Januar 2014

Nur weil keiner den Anfang macht..

..ist es noch lange nicht das Ende.

Tausende Seifenblasen jagen über mich hinfort, ordnen sich nach Farben, nach Größe, bis sie sich gefunden haben dort, wo sie ihrem Platz einst verwiesen, wieder Eins geworden sind.

Tausende Blechkugeln rollen an mir vorbei, preisen sich selbst an Qualität, wie überragend sie sei, weil ein Jeder nach dem Höchsten, der Unendlichkeit strebt, verwebt sich alles in Lügen bis die Macht der Wahrheit verweht was sich aufgetürmt so lange - nun dem Erdboden gleich zerfällt.

Die Welt zeigt sich von ihrer glänzendsten Seite wie so oft oder ist es nur das Abbild einer Utopie, welcher man nachzueifern gehofft, Hoffnung lebt schließlich dann, wenn der Einzelne zu glauben wagt, nur Gleichgültigkeit und Zerstörung schafften es wieder und wieder, haben die Türme der Hoffnung glanzvoll überragt. Was bleibt, einmal mehr, wehrlose Stränge ganz zart, warten sie ihrer Erlösung entgegen, warten bis Einer sagt, es wagt sich aufzustellen gegen Mauern zu treten und ist es auch Staub der sich löst, nur, so ist es der Wellen gleich die im Wasser dem Stein nacheifern, es greifen Menschen dem Kämpfer nach, wollen Böses zu Gutem wenden bis die Mauer fällt.

Tausende Steine die bröckeln, die zerfallen zu Sand, die seit tausenden Jahren die Angst selbst einst verband, gebannt stehen sie, staunende Kämpfer des Glaubens, glauben zu sehen was gewünscht sich vor vergangener Zeit, spüren in Erfüllung gehen, was niemand erwartet - und ein Einziger zu sehen und auszulösen, allein´, vermocht hat.


..und übrigens:
..und der Tropfen auf dem heißen Stein entwickelte sich bald zu einer Wanne voll Wasser, die bereit war, das hitzigste Gemüt der in ihrem Inneren lodernden Glut zum Erlöschen zu bringen.


Montag, 30. Dezember 2013

Weihnachten ist..

..wenn ich in kurzärmeligem Hemd und Dreiviertelhose zur Arbeit radeln kann.

Endlich Sommer, mensch darauf habe ich doch so lange gewartet! War schon ein harter Winter dieses Jahr..

Letzte Woche erst habe ich mich inbrünstig an die Renovierung meines Snowboards gemacht (die feinen Wachslöcklein die dabei engelsgleich zu Boden gesegelt waren bedecken jetzt noch den Flur und bescheren jedem eine Freude, der sockig daran kleben bleibt), das aus vorigem Winter einige Souveniers mitgenommen hatte. Zumindest glaube ich, dass es nicht unbedingt Sinn der Sache ist, von der Unterseite aus betrachtet, den von der Helligkeit der Sonne farbig leuchtenden Lack hindurchschimmern sehen zu können. Da ich aber nunmal ein regelrechter Pistenmeider bin – kleine Skianfängerkinder die es in künstlerisch-kreativer Weise schaffen immer und überall auf jedem Quradratmillimeter der vereisten Piste gleichzeitig die Abfahrt zu verbarrikadieren finde ich spitze! – lohnt es sich meiner Ansicht nach nicht, mir ein unversehrtes neues Brett anzuschaffen, wo ich doch außerdem die Kraterlandschaft, welches meinen aktuellen Untersatz verziehrt, so liebgewonnen habe.

Jedenfalls schwang ich mich the day after Tomorrow the Renovierung zusammen mit drei weiteren Schneeverehrern in die rollende Blechkutsche, um bei solch niedriger Schneefallgrenze, den sagenhaften Neuschneemengen und den sowieso ach wie herrlichen Schneeverhältnissen die Österreicher besuchen zu gehen.

Nachdem unsere Bretter an jenem Tag prozentual gesehen mehr Grasbüschel als Schneeflocken gefressen hatten, besagter „Schnee“ uns unter den Füßen davonzuschmelzen begann und wir aufgrund der brutalen Kälte (+14°C) pro Abfahrt je ein Kleidungsstück von unseren Leibern verabschiedeten, einigten wir uns einstimmig darauf, beim nächsten Mal von vornherein wieder das Surfbrett einzupacken.

..und übrigens:
Snowboarden - zwischen knospenwerfenden Kirschbäumen und mit fließendem Übergang zum Wakeboarden, genial!


Rhapsody - Rage of the Winter

Freitag, 29. November 2013

Bis ich dann damit begonnen hab..

..mit Messer und Gabel Wortfetzen in´s Butterbrot zu kratzen, was mir dadurch auffiel, dass der Porzellanteller aus Großmutters Sammlerstücken unter dem ungewohnten Druck zerbarst.

Drei gnadenlose Wochen lagen hinter mir, in welchen ich im Grunde genommen die Bedeutung des Wortes "Freizeit" eigentlich nur noch aus den spärlich vorhandenen vaagen Erinnerungen kannte. Tage, die aus Schlafen - Frühschicht - Lernen/Hausarbeit Schreiben* - Spätschicht - Lernen/Hausarbeit Schreiben* - Schlafen und dem permanenten in-den-Mund-Stopfen von Nahrungsmitteln, die auf einer Gesundheitsskala von 1 (ungesund) bis 10 (gesund) mindestens eine qualitativ unübertreffliche Bestnote von minus 20 bekommen hätten, bestanden.

*= mich mit aller Gewalt und nur verfügbaren Mitteln vom Lernen ablenken und sinnlos aneinandergereihte Satzbauten auf´s Papier klatschen, lustige Kaffeeflecken hingebungsvoll und unter Einsatz meines Lebens (die heiße, braune Brühe gilt es nicht zu unterschätzen!) davon abzuhalten das Papier aufzusaugen, um dieses danach erneut unter vollem körperlichen Einsatz und auf kreativste Art und Weise quer durch die Lüfte meines Zimmers- und anschließend in den Papierkorb zu befördern.

Und jetzt, da ich das alles für´s Erste hinter mich gebracht habe.. genau, da reicht mein Immunsystem mir auf einmal die Urlaubsmeldung ein und verschwindet grußlos mit Sack und Pack auf den Malediven Inseln. 
Fett.
Meine Gehirnreste versuchen seither per Presslufthammer aus der Schädeldecke heraus an die Außenwelt zu gelangen, meine Bronchien reißen sich von den lästigen Lungenflügeln los und stülpen sich bei jedem Hustenanfall ein Stück weiter nach draußen und wenn mein Rachen nicht glücklicherweise beschlossen hätte, den Durchmesser eines Nadelöhr anzustreben, wäre dies wahrscheinlich auch schon längst eingetreten.

Da freut man sich doch richtig darauf, in sein erstes freies Wochenende einzutauchen.
Daheim. 
Im Bett. 
Unter 10 Decken und einem Berg von zig halbleeren, vor sich hin siechenden Fenchelundkamillenteetassen begraben.

..und übrigens:
Man isst keine ballaststoffreichen Lebensmittel, wenn man danach an´s Bett gebunden oder schlichtweg zu faul ist, zum Lüften dann das Fenster zu öffnen.

Lernen fördert die Kreativität!

W.A.S.P. - Crazy

Mittwoch, 27. November 2013

Nicht gerade schön..

..aber selten.

Es juckt. 
Es stört nicht wirklich aber es juckt. 
Manchmal zumindest. 
Und es ist von platter Struktur wie ich neulich – als ich gelangweilt einmal wieder die Schulbank zwischen schlafenden, gähnenden Kreaturen drückte – erfuhr. Was ich wohl fühlen würde wenn ich mich in dieses von Zeit zu Zeit juckende Etwas von platter Struktur hinein denken könnte?

„Heh, ich bin zwiegespalten! Sozusagen von physischer Schizophrenie befallen. Aber nicht psychisch. Kann ja noch klar denken..“
 
Oder über was bitte denkt ein splissbefallenes Fußzehenzwischenraumhaar nach? 

„Hey Körper, ich bin schwarz. Schwarz wie deine Seele uahaha! Und gekräuselt noch dazu.. wie eine behaarte Seele die von der glimmenden Hitze der Hölle angesengt wurde."

Und was passiert mit Haaren die man zu nah ans Feuer hält? Genau: sie kräuseln sich.
Ach richtig und stinken tun sie auch. Aber in der Sache gibt es einen entscheidenden Unterschied zu erwähnen: während die behaarte angesengte Seele nach verschmorter Unachtsamkeit am Adventskranz (da spricht die Erfahrung) riecht, verbreitet ein splissbefallenes Fußzehenzwischenraumhaar doch eher den lieblich-säuerlichen Geruch von totem Tier, das zuvor die abgelaufenen Restprodukte aus der Mülltonne einer Harzer-Roller-Käse-Fabrikatsentsorgungsstelle gefressen hat. 
Aber nein natürlich, Frauen duften immer nach frischer Bergluft und vor allem an ihrer splissbefallenen Fußzehenzwischenraumbehaarung!

..und übrigens:
Google behauptet es gibt keine Fußzehenzwischenraumbehaarung O.o !



Montag, 4. November 2013

Wir sagen was wir denken..

..nur mit dem Denken klappt´s nicht so.

Oh Gott nein! Die verbale Inkontinenz schlägt schon wieder zu..auch unter geistigem, explosionsartigem Diarrhoe bekannt. 
Darf ich es eigentlich eine psycho-somatische Erkrankung nennen, wenn ein jedes Mal sobald – nennen wir umschriebene Person mal „Es“ - Es den Mund aufmacht, meine Hand zu zucken anfängt während mein Gehirn ununterbrochen Reize zu ihr aussendet mit der mehr als eindeutig dringlichen Botschaft: pack dir das Gaphatape und kleb ihm (dem Es) unverzüglich sein verbal missbrauchtes Sinnesorgan zu! Wenn möglich doppelt und dreifach, ohne Rücksicht auf Verluste. (Mit Verluste sind seine piniebel nach hinten gegeelten Haarsträhnen gemeint, die sich selbstverständlich vollkommen unabsichtig im Klebstoff der Panzertapestreifen verfangen- und dort wie reudige Küchenfliegen am Duftfangkleber – zappeln würden. 
Hör doch bitte auf damit. Bitte, bitte. Du brauchst doch nicht dein komplettes Innenleben aus deinem Gesicht heraus zu pressen, damit man dir Beachtung schenkt. Ich schneid doch auch nicht meine Bauchpflauze auf und schmeiß meine Gedärme vor dir auf den Tisch! 
Hab gehört es soll da so etwas geben.. etwas.. naja eben ein Hilfsmittel zur konstruktiven Linderung des permanenten Weglaufdranges deines Gegenübers. 
Obwohl. 
Eigentlich gibt es ja zwei Rupriken deiner Gesprächspartner: Ist dir schonmal aufgefallen, dass nach dem spätestens vierten von dir geäußerten Satz, die Person der du deinen geistigen Dünnschiss entgegen wirfst wie Fallobst auf den Boden plumpst und zu Schnarchen beginnt? Komisch, nicht? Gut, das jedenfalls wäre dann die zweite, neben der Reißaus-nehm-Ruprik. Achja und das Hilfsmittel auf das ich eigentlich hinaus wollte nennt sich Haustüre. Kannst du bitte auf jeden deiner Wege eine rustikale Haustüre mitschleifen und dir diese vor´s Gesicht halten? Nein ehrlich, das wäre total nett von dir und so hätte dein Umfeld selbst die Entscheidungsmöglichkeit diese Türe zu öffnen um sich von deinen pausenlosen (atmest du überhaupt?) Predigen und Lobeshymnen über dich selbst berieseln zu lassen. 
Kannst es dir ja überlegen. 
Verbindlichsten Dank!

..und übrigens:
Kannst du mal eben bitte die Luft anhalten? Nur so für ne halbe Stunde?


Pain - Shut your mouth