Samstag, 10. September 2011

gib mir ne Gitarre...

...und ich bin glücklich =)

Ja, okay..das ist jetzt bereits mein zweiter Post über Musik..und ja, da fehlt dann wohl etwas die Abwechslung, aber hey, Veränderung schön und gut, aber lohnt es sich nicht IMMER über Musik zu schreiben? Auch noch ein 3. 4. und 10. Mal?
Das geniale an der Musik ist ja, dass egal welche Stimmung, welche Tageszeit, welche Verfassung, welche Laune, welche Situation..es immer einen Song gibt, der zu genau diesem Moment passt!

nummero uno Abspack-Song:
Talco - Bella Ciao

nach einer Minute depressive Heulkrämpfe bekomm -Song:
Blue - Breath Easy

fuck you, you fucking fuck-Song:
Slipknot - The Blister Exist

im Feierabend dahinschwelg-Song:
One Fine Day - Feel again

uuh -Song:
Rammstein - Te quiero puta!

schluss mit brav, ich pack die E-Gitarre aus-Song:
Bullet for my Valentine - Just another Star

von 0 auf 100 senkrecht im Bett steh-Song:
Korpiklaani - Happy little Boozer

Wo wäre das hart erarbeitete, durch schweißtreibende schwerstarbeit verdiente, jahrelang kleinlichst angesparte Geld besser investiert, als in der Musik? Wer schon einmal in den Genuss eines Festivals gekommen ist, der weiß sicherlich was ich meine..echt, das verbindet einfach!
oder
Musikmesse Friedrichshafen, das Paradies auf Erden für jeden Musiker und die die noch einer werden wollen. Ich laufe durch die Eingangshalle und sehe...Gitarren, Gitarren über Gitarren..und noch mehr Gitarren! O.ô Und nein, ich spreche hier nicht von akustischen (welche selbstverständelig ebenfalls einen zu Tränen rührend-geilen Sound erzeugen können), nein, ich spreche von Fender Strato, Squier, Gibson Les Paul, Epiphone LP, Gibson SG, Harley Benton, Flying-V, Jackson, ESP, Ibanez...und was das Herz noch so begehren mag. Tja und da seh ich sie plötzlich. In grün-beige vor mir stehen. Einen göttlich geschwungenen, mit Eleganz und doch Temperament geformten Körper. Mir funkelnd, direkt in die Augen blickend und sagend "KAUF MICH!" Das Problem: auf der Musikmesse standen ausschließlich Ausstellungsstücke, was bedeutet, die Teile stehen hier nicht zum Verkauf offen! "Neeeeein" und nu? Ganz einfach: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Kurz um, ich quatschte permanent so lange auf die Stand-Besitzerin ein, bis sie keine Lust mehr auf die Diskussion mit einer damals noch 17jährigen hochpubertierenden Jugendlichen hatte und mir für 259€ mein elektrisches Baby überließ! (inzwischen haben sich zu dieser einen E-Gitarre noch 2 weitere und 3 Akustik Gitarren hinzugesellt..übertrieben? nein!^^)

Absoluter Filmtipp: Once
(keine Sorge, es geht wirklich mehr um Musik als um die Liebe ;)
http://www.youtube.com/watch?v=IVG6ndPFw2g&feature=related

und übrigens:
Woran erkennt man, dass ein Gitarrist an der Tür schellt?
Das Schellen wird immer schneller und unerträglich laut. ;)


Lyric:

Musik im Blut

Verse 1:
Mein Herzschlag wie ein Metronom
Vier-viertel Takt, besteht aus Strom
Der Kreislauf bildet den Refrain
Die Rippen Sticks, zum Brustkorb geformt
Die Schwingungen vom Bass verbreitet
Vibrationen, Gänsehaut
Durch Haut aufgenommen, im Körper ausgebreitet
elektrische Spannung aufgebaut

Chorus:
Wer braucht schon Nahrung
Wenn es Musik gibt
In jeder Variation
Im 1. Regal liegt
Musik ist = Lebensmittel
komplett wichtig essenziell
geprobt wird mindestens zwei drittel
vom Tag auf dem Musikmodell

Verse 2:
Individuelle Laute
Instrumente - von Hand Gebaute
zusammen eine Melodie
gemeinsam zu ´ner Symphonie
Ein Stimmgerät gibt Launen an
Was fehlt ist nur noch der Gesang
gemischt aus Stimm- und Atemorgan
bei jedem Mal ein Neuanfang

Bridge:
Gelebt wird von Noten
In Höhen und Tiefen
Abschalten verboten
In Pausen vertiefen
Die Adern aus Saiten
Die Nägel wie Plec´s
Den Song aufbereiten
Aufnahme des Tracks

Chorus:
Wer braucht schon Nahrung
Wenn es Musik gibt
In jeder Variation
Im 1. Regal liegt
Musik ist = Lebensmittel
komplett wichtig essenziell
geprobt wird mindestens zwei drittel
vom Tag auf dem Musikmodell

5Bugs - Fighting in the name of Rock´n´Roll



Donnerstag, 1. September 2011

und dann hab ich die Realität ..

..einfach aufgegessen.

Wieso kann man die Realität nicht einfach aufessen?
Als 4-Gänge-Menü auf eine Speisekarte setzen.
Warum nicht?
Weil die Probleme davon auch nicht weniger würden?
Von welchen Problemen reden wir überhaupt?
In Afrika sterben Menschen, weil die Ungerechtigkeit der Welt sie verhungern lässt.
Im Irak sterben Menschen, weil ein Selbstmordattentäter meint, sich aus religiösen Gründen in die Luft sprengen zu müssen.
In Japan sterben Menschen, weil die Erde unter ihnen beschließt, ihre Bewohner nicht mehr länger tragen zu wollen.
Von welchen Problemen also reden wir hier bitte?
Kannst du den Schmerz unschuldig sterbender Menschen mit dem Deinen vergleichen?
Ist es nicht eine Anmaßung, deine "Probleme" mit den Ihren gleichzustellen?
Ist es nicht eine ungehörige, unglaubliche..
und trotzdem kann die Wirklichkeit so schwer sein
wie ein Stein, der wächst
einen in die Tiefe der Dunkelheit zieht
einen zu erdrücken droht...
Warum kann man die Realität nicht einfach aufessen?
Ja.
Warum nicht?

und übrigens:
Man muss mehr Träume haben, als die Realität je zerstören kann.


Lyric:

Tagtraum

Vers 1:
Es wird dir eingetrichtert, festzuhalten
An Gesetzen, an den Grenzen
Regeln die schon immer galten
ineinander sich ergänzen
du gehst aufrecht durch dein Leben
du versuchst es jedenfalls
jeder zweite Schritt daneben
stolperst wie als Kind, damals
über Steine, die dir grinsend
deine Welt zu Füßen schmeißt
die während du dich aufraffst, winselnd
dich erneut zu Boden reißt

Vers 2:
Du sollst verdrehen was man Plan nennt
folgen wo die Karte fehlt
Denen den´ man hinterher rennt
verheimlichen, was wirklich zählt
brav das Maul zusammen pressen
wegsehn wo die Wahrheit stirbt
produzierte Scheiße fressen
Worte stopfen, bis man würgt
und als Dank für dein Vertrauen
läd man dich vor das Gericht
der Anwalt sagt, auf ihn kannst du bauen
und spuckt dir freundlichst in´s Gesicht

Chorus:
Sekundenschlaf, ein Augenblick
Die Gedanken ziehen weg
kurios und Stück für Stück
bis in´s dunkelste Versteck
Stromnetz aus, auf Sparmodus
die Realität ganz klein
raus was funktionieren muss
Tagtraum an, Kopfkino ein

Vers 3:
Träume werden dir gestohlen
deren Aufenthaltsrecht geklaut
Entscheidungen aufgedrängt oder empfohlen
Chancen für die Zukunft verbaut
wer behalten will muss anketten
festbinden, verstecken, irgendwo
um die Illusionen von Morgen zu retten
gib nicht auf, kämpf und heb das Niveau
oder schalt ab, lehn dich zurück und beginn zu träumen
deine Tagträume nimmt dir niemand weg
in deinem Kopf kannst du nichts versäumen
deine Ideen haben ihren eigenen Zweck

Bridge:
Sonnenbrille auf
damit die Welt nicht mehr so hell erscheint
Kopfhörer rauf
um zu hören wie die Menschheit weint
bunte Bilder
ziehst die Mütze tiefer in´s Gesicht
wie ein Filter
der jeden deiner Träume bricht

Chorus:
Sekundenschlaf, ein Augenblick
die Gedanken ziehen weg
kurios und Stück für Stück
bis in´s dunkelste Versteck
Stromnetz aus, auf Sparmodus
die Realität ganz klein
raus was funktionieren muss
Tagtraum an, Kopfkino ein.


Aerosmith - Dream on

Dienstag, 23. August 2011

die Worte versagten...

...da begann die Musik zu spielen.

"Musik sagt mehr als tausend Worte!"
Das ganze Leben besteht doch irgendwie aus Musik und ein Leben lang werden wir irgendwo von ihr begleitet: 
Wir tanzen, wir lachen, wir weinen, wir schreien, wir träumen zu ihr..sie inspiriert, ermutigt, gibt Hoffnung, verstärkt Gefühle, animiert, deprimiert..daheim, im Kaufhaus, auf der Straße, im Auto, im Fahrstuhl...durch Kopfhöhrer, in der Spieluhr, im Radio, aus einem MC Donalds Spielzeug, durch ein Handy, vom Computer aus..schlichtweg: überall!

Alltag:
Morgens, der Wecker tickt, 5 Uhr früh, die Radio-Weckfunktion geht an.
Das Müsli herunter gewürgt, 6 Uhr früh, ins Auto rein, Autoradio an.
Den Berufsverkehr überstanden, 7 Uhr früh, die Schufterei im Büro beginnt, ablenkenden Radiosender aufdrehn.
Lästige Anrufe bewältigt, 11 Uhr früh, im Fahrstuhl runter zum Raucherhof, mit Fahrstuhlmusik begleitet.
Eine Schleimspur hinter dem Chef gezogen, 13 Uhr Mittag, Mittagessen abholen, die korpulente Köchin summt fröhlich vor sich hin.
Aufatmend in den Feierabend entlassen, 17 Uhr Nachmittag, Kopfhörer rein, Welt aus.
Aus der Autotüre geklettert, 18 Uhr Abend, in der Küche stehend, der Musiksender MTV dröhnt aus dem Wohnzimmer.
Kochlöffel beiseite gelegt, 19 Uhr Abend, Nachtessen, begleitet zu der auf der Schallplatte kratzenden Nadel.
Braunes Spülwasser im Strudel verschwunden, 20 Uhr Abend, müde am Bett des Kindes sitzend, liebevoll ein Gute-Nacht-Lied krächzend.
Tag vorbei, 23 Uhr Nacht, im Bett schwitzend, von der Club-Musik der Diskothek gegenüber in den Schlaf gewogen.


Musik ist...

..das Tropfen einer Symphonie des Regens auf den im Garten vergessenen halb vollen Bierflaschen der letzten Feier.

..die leidenschaftlich über stählerne, dünne Saiten gleitenden, nach neuen Riffs suchenden Hände eines Gitarristen.

..das schmerzvolle, leidende, leise Summen zu einem Lied, welches die Qualen einer verlorenen Liebe zu verdeutlichen versucht.

..das verträumte mit-dem-Bleistift-auf-den-Schreibtisch-Trommeln während ein Kollege in der Nische nebenan dazu mit den Füßen im Tackt zu wippen beginnt.

..oder die letzten traurigen Klänge der Orgelpfeifen am Sarg einer geliebten Person.

und übrigens:
"weißt du was ich manchmal denke?.. 
es müsste immer Musik da sein. 
bei allem was du machst. 
und wenn´s so richtig scheiße ist, 
dann ist wenigstens noch die Musik da 
und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist, 
da müsste die Platte springen 
und du hörst immer nur 
diesen einen Moment..."

Aus: "absolute Giganten"


Lyric:

Überhaupt sinnvoll

Vers 1:
Ich spiele, die halbe Nacht durch
nur für, dieses eine Lied
die Welt, um mich herum ist ruhig
doch ich hör nicht auf, bis ich weiß wie es geht
Ich suche, die passenden Töne
die beschreiben, was ich nicht sagen kann
Schatten, bilden meine Bühne
ich bleibe hier, bis irgendwann
Chorus:
Ich seh die Lichter, dort am Straßenrand
und frag mich wie lang ich noch gehn soll
braucht die Zeit noch etwas Abstand
...und ist es überhaupt sinnvoll?
Vers 2:
Fragen, die mir in den Sinn kommen
die zu schwer sind, zu formuliern
verwirren, machen mich benommen
kämpfen um zu bleiben, sich wieder verliern
Bilder, die sich mir aufdrängen
konstruieren, und erfinden sich neu
die Wahrheit, in den Hintergrund drängen
Realität, ganz nebenbei
Refrain:
Ich seh die Lichter, dort am Straßenrand
und frag mich wie lang ich noch gehn soll
braucht die Zeit noch etwas Abstand
und ist es überhaupt...überhaupt
Bridge:
Was es ist
was es will
nicht vergisst
es bleibt still
was das eigentlich soll
und ist das überhaupt -
überhaupt sinnvoll?
Refrain:
Ich seh die Lichter, dort am Straßenrand
und frag mich wohin ich noch gehn soll
hat die Zeit, nicht genug Abstand
und ist es trotzdem...überhaupt sinnvoll?

The Beatles - While my guitar gently weeps



Donnerstag, 18. August 2011

Du magst mich nicht? Heftig...

...ich hol mir ´ne Suppe.

Manche Menschen verletzen einen für nichts, erwarten, dass man ihnen verzeiht, beleidigen einen auf alle nur möglichen Weisen und sind der Meinung, nach einer Entschuldigung sei alles wieder okay. 
Man hätte so vieles zu sagen, aber der Kopf ist leer. Man hätte so vieles zu erklären, aber die Worte fehlen. Man hätte so vieles wieder gut zu machen, aber bewegt sich keinen Schritt vorwärts. Mat hätte so vieles besser machen können und doch bereut man nichts.

und übrigens:

"Sollen wir warten bis der Tod uns scheidet
oder bis die Scheiße uns tötet?"

Lyric: 

Minimal, Egal
Intro:
Denn du bist übertrieben egoistisch,
unmoralisch, masochistisch
und ein bisschen defätistisch
wenn überhaupt, realistisch

Vers 1:
was lässt dich dazu fungieren
die Bedingung akzeptieren
so wie sie zu funktionieren
exzentrisch zu integrieren
warst noch nie sehr kollegial
und schon gar nicht kongenial
kein Verbesserungspotential
ganz schön kurz vor asozial
ständig am renominieren
musst bei jedem dominieren
die Bereitschaft minimal
gedacht wird nur noch radikal

Refrain:
Jetzt zeigst du dich differenziert
mit Raffinesse kombiniert
das ist zwar undiszipliniert
und definitiv kompliziert
nur du hältst das für koordiniert
bist von der eignen Taktik fasziniert
wenn was du planst auch so passiert
hat Enthusiasmus sich rendiert

Vers 2:
manchmal bist du echt chaotisch
zeitweise auch nur idiotisch
gleich zu setzen mit psychotisch
depressiv oder neurotisch
eigentlich und prinzipiell
für dich nicht exzeptionell
gesteuert wohl auch hormonell
ohne Scham ganz offiziell
und so mimst du seriös
phantasievoll, ingeniös
deine Scheinwelt effizient
wirklich sehr intelligent

Outro:
Hin und wieder, immer öfter
zeigst du dich echt kurios
ohne Motiv und Intentionen
ist das echt Bedeutungslos?

Du bist ziemlich irrelevant
schon überdimensional
absolut, extrem vollkommen
so phänomenal egal.

Three days Grace - I hate everything about you

Mittwoch, 17. August 2011

Lass mich, ich kann das!...

...Oh, kaputt.

Tja, so oder ähnlich ist das wohl auch bei uns Erdlingen der Fall, wenn es darum geht, „effizient“ die Überbleibsel dessen zu retten, was: laut der Bibel in 7 Tagen von Gott erschaffen wurde (Ruhepause miteinberechnet, um die Überstunden im Rahmen zu halten) oder: nach der Theorie der Wissenschaft, (welche ihre Fazite aus dem freudigen – wenn auch meist tödlich endenden - Experimentieren mit Natur, Tier und Mensch bezieht) dem Urknall zu verdanken ist.
Wir haben anscheinend das Talent dazu, Dinge die uns gegeben wurden, mit einem einzigen kleinen Wort, Schalter, Knopf oder Händeklatschen zu zerstören, nur um uns danach über die Resultate unseres eigenen Handelns zu beschweren und diejenigen dafür verantwortlich zu machen, die die geringste Schuld an den unerwünschten Ergebnissen tragen. 
    • Schließlich strahlen geworfene Atombomben nicht, um Licht und Wärme zu verbreiten.
    • Für Frieden zu kämpfen ist im Krieg ein Widerspruch an sich
    • Und wenn man durch die Todesstrafe ein Verbrechen bekämpfen will, indem man ein anderes begeht, braucht man nicht lange nachzudenken, um zu erkennen, dass hier irgendetwas dezent falsch läuft. 
    Wir verhalten uns, als würden wir den Ast auf dem wir säßen, an genau der Stelle absägen, an welcher dieser mit dem Baum verwachsen ist. Unglaublich dumm? Ja, aber leider Alltag. Wir schweben dort mit unserem goldigen, kleinen, kreisenden Planetchen und drehen unsere Runden und irgendjemand da draußen (falls es so etwas wie kleine grüne Marsmännlein oder ETs gibt) sitzt mit einer Family-Packung Popcorn vor seinem Teleskop, guckt sich mit seinen 2, 3 oder 4 Augen diese gewaltige Realityshow namens "ERDE" von oben an, schüttelt ab und zu fassungslos den Kopf und lacht sich dann wieder kaputt über die vermeintliche Genialität der Menschheit, die sich langsam aber sicher, selbst die Kugel an den Kopf setzt.
    Der Sonne ist egal, was die Menschheit macht,
    sie bleibt bestehen, schaut auf uns herab und lacht!


    und übrigens:

    "Die menschliche Intelligenz hat sich an das schwache Kerzenlicht gewöhnt und erträgt es nicht mehr, in das Licht der Sonne zu blicken."
    (Khalil Gibran)


    Lyric:

    What went wrong

    Verse 1:
    In the end we are left with only the sun
    Even if everything has gone
    And if humans were suddenly to disappear
    The sun´s still here

    A knife, one cutting, through the suffocating rope
    if there´s not even a spark of hope
    and the virus of hatred starts spreading fear
    The sun´s still here

    Chorus:
    So what
    We kill ourselves – are praised so high
    So what
    We raise our heads proud to the sky
    So what
    Destroy the people by our own hand
    So what
    Expect force of one´s who can´t stand
    So what
    What are we dying for?

    Verse 2:
    Midst of the disaster, black and dark
    God paints a giant question mark
    And if nothing else helps, not even a prayer
    The sun´s still there

    If rivers turn to blood and meadows to stones
    if children are slim down to skin and bones
    the sun doesn´t matter what the human does
    she looks down at us and loughs

    Bridge:
    We have to dare
    Have to care
     ask ourselves what went wrong

    we need to admit
    need to change it
    correct the mistakes that we did lifelong

    Chorus:
    So what
    We kill ourselves – are praised so high
    So what
    We raise our heads proud to the sky
    So what
    Destroy the people by our own hand
    So what
    Expect force of one´s who can´t stand
    So what
    What are we dying for?

    Farin Urlaub - Sonne


    Mittwoch, 10. August 2011

    Ich so: "Och bitte!"...

    ..und mein Leben so: "Nö "

    Ich geh hier mal von der Annahme aus, dass jedes auf dieser Welt existierende Lebenwesen schon einmal in einem Zwiegespräch mit einer gegenwärtigen Situation, zu seinem imaginären Gegenüber gesagt hat "Sammal willst du mich verarschen?!" 
    Nein- dies ist kein Anflug einer Unterform von Schizophrenie, das ist völlig normal- für uns.

    - Wir werfen mit genervten Blicken um uns, wenn es im Straßenverkehr statt mit 50km/h   eben nur mit 45km/h voran geht.
    - Wir sind totunglücklich, wenn das vor noch zwei Tagen im Schaufenster bestaunte Paar Schuhe ausverkauft ist, welches uns doch sicher zu einer völlig neuen Lebenssichtweise verholfen hätte.
    - Wir klagen über die mangelnde Auswahl an Theken-Menüs jeglicher Art und beschweren uns, wenn diese nicht genauestens den verwöhnten Ansprüchen unserer Gourmet-Gaumen entsprechen.
    ...
    ..
    aber über was beschweren wir uns eigentlich wirklich? und weshalb?

    "Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren und die Proporionen aller bestehender Völker achten würden, so wäre dieses Dorf zusammengestellt aus:
    57 Asiaten
    21 Europäer
    14 Amerikaner (Nord und Süd)
    8 Afrikaner

    52 wären Frauen, 48 wären Männer
    70 Nicht-Weiße, 30 Weiße
    70 Nicht-Christen, 30 Christen
    89 Heterosexuelle
    11 Homosexuelle

    6 Personen würden 59% des gesamten Weltreichtums besitzen und alle 6 Personen kämen aus den USA.
    80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse,
    70 wären Analphabeten,
    50 wären unterernährt,
    1 würde sterben,
    2 würden geboren,
    1 hätte einen PC,
    1 hätte einen akademischen Abschluss.

    Falls du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist du glücklicher als 1 Millionen Menschen, welche die nächste Woche nicht erleben werden.
    Falls du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch die Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten oder Hunger gespürt hast - dann bist du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.

    Falls du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst verhaftet oder umgebracht zu werden - bist du glücklicher als 3 Milliarden Menschen der Welt.

    Falls sich in deinem Kühlschrank Essen befindet, du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum Hinlegen- bist du reicher als 75% der Menschen dieser Welt.

    Falls du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie oder etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel - gehörst du zu 8%  der wohlhabendsten Menschen dieser Welt.

    Falls du dies hier liest, bist du doppelt gesegnet worden, denn du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen die nicht lesen können."

    Da ich nicht sonderlich gerne in Sachen Plagiat - was heutzutage wohl in die Rubrik "Schwerstverbrechen" eingeordnet wird - einen neuen Sturm in den Massenmedien auslösen möchte (weil es natürlich auch nichts Wichtigeres zu berichten gibt..wie schlimm kann schon ein brennendes Atomkraftwerk sein?) 
    gebe ich hiermit offen zu: Sehr geehrter Herr Überwachungsstaat, dieser Text ist nicht von mir! 

    und übrigens:

    Sich glücklich fühlen können auch ohne Glück - das ist Glück.



    Lyric:

    Die kleine Predigt zum Weltfrieden

    Der Castor ist im Lande, was für ein Segen
    dank Gorleben blicken wir einer strahlenden Zukunft entgegen
    Kaputte Welt? Egal, dann gibt´s ja noch ne virtuelle
    quadratisch, praktisch gut...der Bildschirm wird zur Lebensquelle
    Natur wird doch vollkommen überbewertet
    wir überleben das schon, ja wir sind abgehärtet.
     
    Globale Erwärmung hilft die Heizkosten zu sparen
    bald braucht man im Winter nicht mehr in den Süden zu fahren
    auch die Ozon-Schicht wirbt: "Wir nehmen für Sie ab!"
    statt Solarium, zurücklehnen - die Sonne knallt herab
    für saubere Luft hat sich schnell ´ne Lösung gefunden:
    Saufen für den Regenwald, mit Krombacher verbunden.
     
    Ein Tankschiff suchte ´nen Weg zur BILD-Karriere
    Öl ist inzwischen für alle da - auch für Tiere
    Delphine können munter in der Schleppnetzfischerei sein
    denn die arbeiten nach dem Prinzip: "Einer geht noch rein!"
    auch Kampfhunde helfen den Weg frei zu machen
    wer braucht denn schon glückliches Kinderlachen?
     
    Ab und zu hat der Alarm von Bomben das Sagen -
    sofort alle auffallenden Gepäckträger verklagen!
    wer meint, sich zu schützen vor Bombenangriffen
    kann einfach zum Bund gehn und Freunde "treffen"
    Privatsphäre ist dort wichtig; gekämpft wird allein
    das Motto der Krieger: "Mehr Schein als sein".
    Im Ausland hat sich vieles zum Guten gewendet
    wir gratulieren den Medien, die die frohe Botschaft sendet:
    "Es lebe der Papst! - wer braucht schon Kondome?
    Aids hat doch angenehme Krankheitssymptome!"
    Das Ergebnis nach dem Afrika-Touristen-Ausflug:
    Krankheiten sind doch noch nicht verbreitet genug!
     
    Doch die Kirche hilft nicht nur in dieser Angelegenheit
    Mönche im Kloster kämpfen gegen Kinderlosigkeit
    dass dafür die weibliche Person noch fehlt
    macht ihnen nichts - es ist der "gute Wille" der zählt
    im Gottesdienst werden weiter brav die Hände gefalten
    den Ministranten wird währenddessen der Mund zugehalten.
     
    Woanders dagegen gibt´s Kinder in Haufen
    im Waisenhaus kann man ein solches seelisches Wrack kaufen
    von Hilfsorganisationen wird zur Spende angeregt
    in deren Bürogestaltung ist diese gut angelegt
    Schließlich haben alle Kinder ein Lebensrecht
    mal mehr, mal weniger - abhängig vom Geschlecht.
     
    Auch hängt das Recht vom Geld der Eltern ab
    für finanziell Gescheiterte geht´s eben bergab
    doch schon für 300€ gibts das Recht auf Bildung für alle
    umsonst kommt man sogar bis zur Eingangshalle
    wieso zweite Chance wenn man die erste streichen kann?
    vom Hartz IV geht´s doch locker zum Karrieremann?!
     
    In Gewalt hat die Jugend ein schönes Hobby gefunden:
    unschuldige, fremde Menschen verwunden
    wenn alle drum rum stehn und jubelnd zugucken
    so rein nach dem Motto: "Der könnt ja noch zucken!"
    äußerst großzügig ist sie, besonders im Nehmen
    Arbeit ist anstrengend - deshalb gleich abgewöhnen.
     
    Was bleibt noch zu sagen? Hey das Leben ist toll!
    Der Weltfrieden siegt und bleibt abwechslungsvoll
    die Erde geht unter aber was macht das schon?
    Unser Lob geht an Politik und Atomwaffenproduktion!

    Chakuza feat. Bizzy Montana - Robocop Tanzt